Wie man 970 Millionen vernichtet

Wie man 970 Millionen vernichtet

Tumblr ist / war eine richtig große Plattform für Blogs. Mit über 160 Millionen Blogs und bis zu 100 Millionen täglichen Beiträgen ein dicker Fisch, etwa wie Instagram bei den sozialen Medien.

Yahoo hat den Laden 2013 für schlappe 990 Millionen Dollar gekauft. Facebook hat für Instagram übrigens ungefähr das Gleiche bezahlt.

Diesen Monat, im August 2019, wurde Tumblr für “deutlich unter 20 Mio.” an Automattic veräußert. Automattic sind die Jungs hinter WordPress.

Da stellt man sich doch die Frage, wie Yahoo es geschafft hat, in weniger als 6 Jahren den Wert einer Plattform um 970 Millionen Dollar zu senken. Bei genauer Betrachtung hat Yahoo dieses Kunststück sogar in nur drei Monaten hinbekommen.

Was ist passiert?

Tumblr war ein Tummelplatz für pornografische, extreme religiöse und homosexuelle Inhalte. Daran stört sich in der westlichen Welt grundsätzlich keiner. Aber Tumblr wollte wachsen und in Ländern wie China, Indonesien und dem Iran sehen die Obrigkeiten die Dinge etwas enger. Wahrscheinlich hat dann der Rauswurf der Tumblr App aus dem Store von Apple die Entscheidungsträger dazu bewogen, sämtliche pornografischen Inhalte zu verbieten.

Als Folge davon verlor Tumblr bis März 2019 ein Drittel seiner Nutzer, zumindest nach offiziellen Angaben. Wie alle kostenlosen Plattformen finanziert sich Tumblr über Werbung. Weniger Nutzer bedeutet weniger Werbung. Wenn nun der Wert des Unternehmens soweit eingebrochen ist, kann man ruhig davon ausgehen, dass der Nutzerschwund noch sehr viel größer ist.

Was geht mich das an?

Neben dem ganzen Sexkram gibt es auf Tumlr auch hochwertige Blogs. Unternehmen und die Menschen dahinter haben über diese Blogs Kunden gewonnen. Unter dem Nutzerschwund leiden auch diese Menschen und Unternehmen.

Dabei war es nur eine einzige Entscheidung. Wer sagt, dass die CEO’s von Facebook, Instagram oder einem anderen sozialen Netzwerk nicht auch mal eine dumme Entscheidung treffen.

Wie oft liest man in den FB Gruppen, dass Kunden ausschließlich über Facebook Kleinanzeigen und Instagram gewonnen werden. Ein wenig einseitig wie ich finde, insbesondere wenn man  auf die Entscheidung von FB oder Instagram oder was auch immer keinen Einfluss hat.

Lange Rede -> kurzer Sinn

Klug handelt, wer von keiner Plattform abhängig ist. Klug ist, wer möglichst breit aufgestellt ist und dumme einzelne Entscheidungen mit einem Schulterzucken hinnehmen kann.

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