DSGVO – Experten und die Folgen

Diesen kurzen Text hatte ich kurz vor Ostern 2019 auf Facebook in eine Datenschutzgruppe gepostet. Ich wollte nur mal Dampf ablassen….

Ich befürworte Datenschutz, bin quasi ein Fan. Was ich jedoch nicht befürworte ist Panikmache und der Versuch mit der Angst Geld zu machen.

Ich bin sogar in einer Datenschutzgruppe auf Facebook. Ich lese und ab und zu kommentiere ich auch. Anfangs habe ich sogar versucht zu helfen, mit Ratschlägen und beruhigenden Aussagen.

Nur wie kommt man gegen zertifizierte Datenschutzexperten an, die in einer Tour zur Abschaltung von Homepages und Facebookseiten auffordern? Da werden Paragraphen zitiert und Bußgelder in Millionenhöhe genannt.

Manchmal kann ich gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte.

An die Folgen ihrer Aussagen denken die Experten nicht. Das in den Aufbau einer FB Page oder Homepage tausende Euros in Zeit geflossen sind und das davon vielleicht sogar das Dach über dem Kopf und das Futter im Kühlschrank abhängt, ist vollkommen egal. Hauptsache das Ego ist poliert oder der nächste Kurs a la „Wie machst Du es auf die sichere Art“ ist verkauft.

Dabei ist am Ende nichts sicher. Wenn man der Bibel glaubt, hilft selbst der Verzicht auf Sex nicht vor einer Schwangerschaft…. frag Maria und Joseph.

Wer nicht zwischen einem Kleinstunternehmen und einem mittelständigen Unternehmen mit 300 Millionen Euro Umsatz unterscheiden kann, sollte das Wort Experte gegen weltfremder Paragraphenreiter tauschen.

Die Diskussionen über die Auslegung von Paragraphen a la: —Uhh…. Nach der Meinung dieses oder jenes Anwalts in Bezug auf §4, 7 und 26 ist das und jenes nicht erlaubt —- helfen keinem Menschen.

Man müsste wegen Verlust von verschwendeter Lebenszeit auf Schadensersatz klagen, wenn man so einen Blödsinn liest. Am Ende entscheiden in Europa Gerichte über jeden Einzelfall. Und wie heißt es doch so schön: Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand. Vor welchem Altar man rumrutscht ist meiner Meinung nach übrigens egal.

Wo es mir dann richtig die Locken glatt zieht sind die vollkommen sinnfreien Antworten auf Fragen, was man darf. Jeder noch so untaugliche Verkaufstrainer bringt einem als erstes bei, dass man immer positiv argumentiert. Und was kommt von unseren Experten: „Nein, dass darfst Du nicht. Am besten schaltest Du alles ab, kaufst Dir eine Schaufel und gräbst ein Loch. Alternativ kannst Du auch Drogen nach China schmuggeln. Die Rechnung für die Kugel geht dann an Deine Verwandten. Ja, die Adresse organisieren die sich dann schon. Die DSGVO ist den Jungs aus Fernost ziemlich egal. Leider sind Kosten für standrechtliche Erschießungen in den meisten Sterbeversicherungen nicht inkludiert. Diesbezüglich fragst Du besser vorher Deinen Versicherungsmakler.

Die Jungs arbeiten auch mit Angst. Da haben sie etwas mit den Datenschutzprofis gemeinsam. Beide arbeiten über die Angst, was alles passieren kann, wenn man dies oder jenes nicht macht. Deswegen rangieren beide Berufe in der Beliebtheit kurz vor Prostatakrebs.

Es wäre so viel hilfreicher und auch sympathischer wenn einer der Profis mal gesagt hätte.

„Mh, hast Du Kreditkartendaten, Daten über Religionszugehörigkeit oder sexuelle Vorlieben? Nein, dann ist schon mal vieles in Ordnung.

Machst Du E-Mail Marketing, also Newsletter oder personalisierte Werbung über Facebook mit Trackingpixel?

Nein, das ist gut. Da fällt vieles raus.

Wie viele Kunden hast Du gespeichert? Ach nur 300? Und Du hast nur Namen, Adressen, Telefonnummer und E-Mail Adressen?

Na dann solltest Du ab sofort sichere Passwörter verwenden, einen Passwort Manager benutzen und Dein Smartphone mit einem Code absichern. Prüfe mal, ob die Daten irgendwo auf einem Server außerhalb der EU liegen. Wenn ja, dann solltest Du den Anbieter wechseln.

Dann ist der gröbste Drops gelutscht. Und mach Dir keine Gedanken über die Strafen, welche da durch die Presse laufen. Es gibt Firmen mit hunderten von Millionen Datensätzen. Die müssen sich darüber Gedanken machen.

Wenn Du viel Zeit hast, lege mal noch bitte ein Verarbeitungsverzeichnis. Keine Angst, dass ist zwar eine langweilige Angelegenheit aber bei Deiner Größe kein Giga Aufwand. Da steht nur drin, wer Zugriff auf die Daten hat und wie lange die gespeichert werden. Da es bei Dir eh nur das Telefon und ein paar Karteikarten sind, ist das schnell erledigt.

Du schaffst das schon. Denke daran, die DSGVO soll in erster Linie unsere Wahrnehmung für die Wichtigkeit des Datenschutzes schärfen. Dort heißt es auch, dass die Maßnahmen angemessen und vertretbar sein müssen.

Weitere Informationen findest Du hier und dort. Wenn Dich das Thema interessiert, findest Du auf meiner Homepage auch die nächsten Termine für meine Kurse. Kleiner Tipp unter uns Hausfrauen. Bei Anmeldung zum Newsletter, bekommst Du einen 10% Gutschein J

Stattdessen wird mit Angst und Fachchinesisch die Panik geschürt. Ihr habt es in den FB Gruppen mit kleinen Einzelkämpfern zu tun. Falsche Zielgruppe würde der Marketer sagen.

Die neuste Nummer ist die gemeinsame Verantwortung der Seitenbetreiber und Facebook. Neues Öl fürs Feuer. Dabei haben deutsche Ministerien ihre Fanseiten auch noch online.

Atmen und locker bleiben…..

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